Startseite << Allgemein << Digitalisierung in der Arbeitswelt: Wie moderne Dienstpläne immer flexibleres Arbeiten ermöglichen

Digitalisierung in der Arbeitswelt: Wie moderne Dienstpläne immer flexibleres Arbeiten ermöglichen

flexible-dienstplaeneSicher ist dir auch schon aufgefallen, dass immer mehr Unternehmen unter anderem mit flexiblen Arbeitszeiten um die Gunst von Arbeitnehmern werben. Kein Wunder. Denn unter anderem hat eine bereits im Jahr 2012 veröffentlichte Studie des BMWi gezeigt, dass immer mehr Arbeitnehmer hohen Wert auf Flexibilität in Sachen Arbeitszeiten legen. Darunter vor allen Dingen auch viele junge und talentierte Absolventen.

Morgens um 8:00 Uhr im Büro erscheinen und um 17:00 Uhr wieder nach Hause fahren, unabhängig davon, wie viel Arbeit es gerade zu tun gibt? Dieser „veraltete“ Ansatz macht weder für dich als Jobeinsteiger noch für deinen Arbeitgeber Sinn. Dass du einfach nur im Büro bist, um deine Zeit abzusitzen, ist weder nötig noch erwünscht.

Grundsätzlich war es das niemals, auch nicht in den 70er oder 80er Jahren als etwa deine Eltern ins Berufsleben gestartet sind. Was sich jedoch im Vergleich zu damals geändert hat ist, dass selbst Mittelständler heute mit verhältnismäßig günstigen Software-Lösung ohne größere Probleme flexible Arbeitszeiten ermöglichen können.

Du darfst nicht unterschätzen, wie viel Aufwand die Dienstplanerstellung ohne die Unterstützung einer entsprechend ausgeklügelten Software ist.

Was sich in den letzten Jahrzehnten wirklich verändert hat

Im Wesentlichen haben sich in den letzten Jahrzehnten drei Dinge verändert.

Erstens gibt es mehr und mehr Software, die Unternehmen die Personaleinsatzplanung (PEP) entscheidend vereinfachen. Aus Kostensicht sind solche Lösungen inzwischen sogar für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) erschwinglich geworden. So wirbt etwa das Unternehmen eurodata auf seiner Webseite ausdrücklich um die Gunst dieser Kundengruppe. Dies wäre in den 70er, 80er oder sogar 90er Jahren noch nahezu undenkbar gewesen, da entsprechende Software-Lösungen so teuer waren, dass sie ausschließlich Großkonzernen vorenthalten waren.

Zweitens hat sich die Bereitschaft der Unternehmen erhöht, flexible Arbeitszeiten anzubieten. Zum einen wahrscheinlich deshalb, weil dies durch entsprechende Programme nun viel einfacher möglich ist. Zum anderen aber auch, weil dies im „War for Talent“ eine immer größere Notwendigkeit darstellt.

Drittens wünschen immer mehr junge Talente sich flexible Arbeitszeiten und fordern diese von ihren zukünftigen Arbeitgebern auch ein. Wie man sich in einem Bewerbungsgespräch gegenüber seinem zukünftigen Arbeitgeber verhalten sollte, kann man hier nachlesen.

Welche dieser Entwicklungen dabei zuerst kam und den Stein ins Rollen brachte ist dabei freilich unklar. Der Wandel, der in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat ist es jedoch nicht, und wird in zahlreichen Studien wie der oben bereits erwähnten BMWi-Studie bestätigt. Nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.

Wie es in den nächsten Jahren weitergehen wird

Nicht nur Arbeitszeiten werden flexibler, sondern auch der Ort, an dem die Arbeit erbracht wird – das zeigt unter anderem eine Anfang 2016 veröffentlichte Publikation des DWI Berlin. Aus dieser geht hervor, dass mehr und mehr Arbeitnehmer, auch von zu Hause aus arbeiten. Sie zeigt allerdings auch, dass Deutschland in dieser Hinsicht in Europa derzeit noch einen Platz im hinteren Mittelfeld belegt.

Wirft man aber einen Blick auf die in der Publikation ebenfalls vorgestellten Trends, so kannst du davon ausgehen, dass sich auch dies in den nächsten Jahren mehr und mehr ändern wird. Denn die Arbeit im „Home Office“ macht laut zahlreichen Studien nicht nur glücklich – die meisten Arbeitnehmer arbeiten von zu Hause aus auch deutlich effektiver.

Auf die Spitze getrieben wird dieser Trend von den so genannten „Digitalen Nomaden“. Dabei handelt es sich um eine spezielle Gruppe an (meist selbstständigen) Menschen, deren Lebensphilosophie daraus besteht, ortsunabhängig zu arbeiten. Einmal im Co-Working Space in Berlin, dann am Strand in der Dominikanischen Republik. Interessanterweise handelt es sich noch nicht einmal bei allen digitalen Nomaden wirklich um Selbstständige. Einige wenige von ihnen sind Angestellte, die mit ihrem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung treffen konnten, die ihnen nun vollständig ortsunabhängiges Arbeiten ermöglicht.

Es ist natürlich nicht davon auszugehen, dass dieser Trend Teil des „Mainstreams“ werden wird – allerdings zeigt er sehr schön, wie viel Flexibilität Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten gewonnen haben. Sowohl was flexible Arbeitszeiten als auch ortsunabhängiges Arbeiten betrifft.

3 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach ist es eine Pflicht der Arbeitgeber, die Arbeit an die moderne Welt anzupassen.
    Die Arbeitswelt wird immer mehr zum eigentlichen Leben.
    Aus meiner Sicht würden alle von besseren Arbeitsbedingungen profitieren.

  2. Es muss sich was ändern, sonst werden wir alle unter dem Leistungsdruck zerbrechen.

  3. Dass Arbeitnehmer zu Hause deutlich effektiver arbeiten sehe ich auch so.

    Es scheint zwar auf den ersten Blick paradox, da zu Hause eben keine Kontrolle durch Kollegen herrscht
    und auch die Ablenkungen durchaus mehr sind als in einem Großraumbüro.

    Allerdings fällt u.A. der Weg zur Arbeit weg. Diese Zeit kann dann für produktives Arbeiten genutzt werden.

    Das einzige Problem, das möglicherweise für einige entsteht, ist dass sie sich zuhause zu viel abverlangen und dann auf Dauer der Stress doch höher ist als in einem normalen Büro.

    Ansonsten aber ist die neugewonnene Flexibilität eine gute Sache.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*