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Ein Blick hinter die Kulissen – wie wird an der Uni eigentlich die IT gesteuert und verwaltet?

Wenn du dich an deiner Uni an einen der PCs setzt kannst du dich stets darauf verlassen, dass dieser (Hardwaredefekte einmalmal außer Acht gelassen) einwandfrei funktioniert und auch sämtliche Software auf dem neuesten Stand ist. Doch wie funktioniert das eigentlich? Müssen die IT-Mitarbeiter deiner Universität jede Nacht von PC zu PC laufen, sicherstellen, dass es mit diesen kein Problem gibt und die Software manuell auf den neuesten Stand bringen? Müssen massenweise Informatik-Studenten als „Technik-Hiwis“ herhalten?

Natürlich nicht. Denn an deiner Universität wird die IT genauso zentral gesteuert wie auch in der Mehrheit aller größeren Unternehmen in der freien Wirtschaft. Wie genau dieser meistens unbeachtete Aspekt des Uni-Lebens funktioniert, das möchten wir dir in diesem Artikel einmal genauer vorstellen.

Warum die PCs an deiner Uni eigentlich von einem zentralen Punkt aus verwaltet werden sollten

Die Antwort auf diese Frage ist vor allem praktischer Natur. Erstens verfügen die meisten Universitäten nur über ein beschränktes Budget und über eine beschränkte Anzahl an Mitarbeitern, die für die Rechner auf dem Campus verantwortlich sind. Außerdem versucht eine wirtschaftlich handelnde Organisation natürlich immer, ihre Kosten niedrig zu halten. Da erscheint es wenig praktikabel, Mitarbeiter von Rechner zu Rechner zu schicken um diese zu warten. Vor allem wenn diese über einen großen Campus oder sogar über mehrere, mitunter mehrere Kilometer voneinander entfernte Standorte, hinweg verteilt sind.

Für ein zentrales Client Management sprechen daher sowohl praktische Gründe als auch die Kostenersparnis, die hieraus resultiert – zumindest bei einer so großen Menge an zu verwaltenden Maschinen, wie dies an einer Universität der Fall ist.

Wie „Client Management“ in der Praxis funktioniert

Aufgepasst, falls du BWL studierst. Denn der Begriff „Client“ hat in diesem Fall nicht wirklich etwas mit Kunden zu tun und ein Zusammenhang zwischen einer Software für Client Management und einer CRM-Software besteht daher auch nicht.

Falls du hingegen ein Fach studierst, das auch nur im Entferntesten mit Informatik zu tun hat, dann weißt du natürlich bereits, um was es sich bei dem sogenannten „Client“ handelt. Einfach ausgedrückt ist jedes Gerät, das Teil eines Netzwerks ist das zentral verwaltet wird, ein Client. In der Praxis ist also sowohl der Rechner in der Uni-Bibliothek ein Client im Uni-Netzwerk wie der Rechner im CIP-Pool deiner Fakultät oder im Büro deines Dozenten.

In der Praxis funktioniert das ganze Thema „Client Management“ nun so, dass es einen oder mehrere Rechner gibt, von denen aus alle anderen Rechner aus verwaltet werden können. Damit dies funktionieren kann, muss hierfür speziell entwickelte Software zum Einsatz kommen. Beliebt in Deutschland ist beispielsweise die Software „Empirum“ der Matrix42 AG. Da derartige Software meistens aber nicht ganz einfach zu integrieren ist, setzen viele Universitäten und Firmen aus der freien Wirtschaft auf fertige Softwarepakete, die von diversen Empirum Spezialisten wie der neo42 GmbH zur Verfügung gestellt werden. Die meisten Universitäten setzen im Rahmen dieser Softwarepakete auch noch auf Schulungen sowie diverse Hilfeleistungen während der Integration in das Uni-System.

Ist Empirum oder eine ähnliche Software einmal fertig eingerichtet, muss diese natürlich regelmäßig gewartet werden, was Kosten und Arbeit verursacht. Viele alltägliche Aufgaben der IT werden durch die Nutzung einer solchen Client Management Software aber deutlich einfacher und deutlich besser zu skalieren.

Zu den typischen Aufgaben gehören etwa die Softwareverteilung, das Lizenzmanagement und viele weitere kritische Punkte, für deren Erledigung du deiner IT mehr als dankbar sein kannst. Oder hättest du Lust, selbst Windows Updates herunterzuladen und Bugs zu fixen?

Zusammengefasst: Die IT auf dem Campus ist ein meistens unsichtbarer Helfer, der dafür sorgt, dass die Hardware und Software an deiner Uni reibungslos funktioniert. Hierfür darfst und sollst du den Mitarbeitern an deiner Uni sowie allen engagierten Informatik-Studenten natürlich dankbar sein. Das nächste Mal, wenn du dich an einen PC an deiner Uni setzt, denk aber auch an das Wunderwerk an Software, das dies alles erst möglich macht und deine IT dabei unterstützt, ein so komplexes Netzwerk an PCs wie an deiner Universität am Laufen zu halten.

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