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Google Scholar richtig nutzen – so funktioniert die Literatursuchmaschine von Google

Google Scholar LogoGoogle Scholar kann bei der Recherche und Beschaffung von Literatur ein außerordentlich mächtiges Werkzeug sein – wenn man es einzusetzen weiß. Doch nicht alle Studenten wissen überhaupt, dass es Google Scholar gibt. Oder wie es funktioniert. Oder auch wie man es richtig nutzt, um das Maximum aus der kostenlosen Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur herauszuholen.

Nachdem du diesen Artikel bis zum Ende durchgelesen hast, wirst du bereits zu den wenigen Experten in Google Scholar auf deinem Campus gehören!

Was unterscheidet Google Scholar von Google.de?

Der nennenswerte Unterschied zwischen Google Scholar und Google.de ist, dass es sich bei Google Scholar um eine Suchmaschine handelt, die ausschließlich wissenschaftliche Literatur durchsucht. Auf „normale“ Webseiten wirst du hier also nicht stoßen. Denn Google Scholar durchsucht beispielsweise Dokumente wie Lehrbücher, Zeitschriftenartikel, Konferenz-Berichte und weitereArten von Quellen, die für wissenschaftliche Arbeiten besonders relevant sind.

Das bedeutet zwar nicht, dass du jeder Quelle zu 100% vertrauen kannst, die dir Google Scholar liefert. Der Anteil derer, denen du dein Vertrauen schenken kannst, ist jedoch um ein Vielfaches höher als bei normalen Suchmaschinen. Und um dir die Sache leichter zu machen, liefert dir Google auch noch einige Parameter, mit deren Hilfe du abschätzen kannst, wie vertrauenswürdig eine Quelle ist.

Wie nutze ich Google Scholar richtig? Wie funktioniert es?

Zugreifen auf Google Scholar kannst du via folgender Adresse: http://scholar.google.de/.

Es ist außerdem ratsam, dass du dich, während du Google Scholar benutzt, über das Netzwerk deiner Universität auf das Internet zugreifst. Das kannst du entweder, indem du dich direkt an deiner Universität mit dem Internet verbindest (etwa mit einem dort zur Verfügung stehenden Rechner oder mit deinem Laptop über das zur Verfügung stehende WLAN-Netz). Oder indem du auf deinem eigenen Rechner einen sogenannten VPN-Client installierst und dich mit dessen Hilfe mit dem Uni-Netzwerk verbindest – ganz egal wo du gerade bist. Am Beispiel der Universität Augsburg haben wir dir in einem anderen Artikel auch schon einmal erklärt, wie genau dies funktioniert. Das ganze hat den Hintergrund, dass du nur von einem Uni-Netzwerk aus den vollen Zugriff auf die online verfügbaren Dokumente erhalten kannst. Doch dazu später noch etwas mehr.

In Google Scholar suchen

In seinen Grundsätzen funktioniert Google Scholar genau gleich wie die normale Google-Suchmaschine, die du ja bereits zu Genüge kennen solltest. Gib einfach in das Suchfeld einen Begriff ein, der dir für deine Recherche relevant erscheint. Oder den Titel eines bestimmten Werkes. Als Ergebnis erhälst du dann eine Liste mit relevanten Ergebnissen. Unten siehst du das anhand eines Beispiels, in dem ich den Begriff „Marketing Mix“ eingegeben habe.

Google Scholar Ergebnisse

Wie du sehen kannst erhältst du, wie du es auch schon von der normalen Suchmaschine Google kennst, eine Liste an Ergebnissen. Bei diesen handelt es sich jedoch in diesem Fall hier ausschließlich um wissenschaftliche Dokumente. Mit einem Klick auf das jeweilige Suchergebnis gelangst du zur jeweiligen Quelle.

Interessant sind bei Google Scholar darüber hinaus auch noch die drei im obigen Bild farbig markierten Bereiche. Im grün markierten Bereich kannst du einige Einstellungen in Bezug auf die gewünschten Suchergebnisse treffen. Zum Beispiel, aus welchem Zeitraum diese sein sollen (sehr nützlich, wenn du explizit nach neuerer oder älterer Literatur suchst) oder dass du ausschließlich deutschsprachige Ergebnisse angezeigt bekommen möchtest.

Der rot markierte Bereich wird angezeigt, wenn ein Dokument auch als PDF zur Verfügung steht. Dann bleibt dir der Gang zur Uni-Bibliothek auf jeden Fall erspart, da du die Quelle getrost über das Internet herunterladen kannst. Wenn du über dein Uni-Netzwerk auf das Internet zugreifst, wirst du an dieser Stelle deutlich mehr Ergebnisse erhalten als wenn du dich außerhalb des Netzwerks deiner Universität befindest. Darum die weiter oben bereits angesprochene Geschichte mit dem VPN.

Zuletzt ist noch der braun markierte Bereich (befindet sich unter jedem einzelnen Suchergebnis) besonders interessant. Hier wird dir nämlich angezeigt, wie oft das jeweilige Suchergebnis in anderen Werken zitiert wurde. Dieser Wert muss in den wenigsten Fällen komplett richtig sein, kann dir aber einen ersten Ansatzpunkt liefern, wenn du die Qualität der gefundenen Quelle bewerten willst. Klickst du außerdem auf das Feld, das dir anzeigt, wie oft ein Werk zitiert wurde, erhälst du von Google Scholar eine Liste an Ergebnissen (sortiert nach Relevanz oder Datum) der Quellen, die zitiert haben. Daneben hast du im braun markierten Bereich auch noch die Möglichkeit, dir ähnliche Artikel anzeigen zu lassen. Wenn du hingegen auf „Alle n Versionen“ klickst, bekommst du eine Auflistung des gleichen Dokuments, allerdings aus unterschiedlichen Quellen. Dies ist dann nützlich sein, wenn der Link zur PDF-Datei (rot markierter Bereich) einmal nicht funktionieren sollte.

Fazit zu Google Scholar

Google Scholar ist nicht perfekt, in vielen Fällen kann es dir die Arbeit jedoch enorm erleichtern und dabei helfen, Literatur zu finden, die du mittels einer anderen Methode nicht finden konntest. In manchen Fällen reicht es erfahrungsgemäß sogar, ausschließlich Google Scholar bei der Literatur-Recherche zu verwenden. In vielen anderen Fällen hingegen ergibt es Sinn, auch die Datenbank der Uni-Bibliothek oder weitere Datenbanken bei der Recherche zu verwenden.

Welche Erfahrungen hast du bis jetzt mit Google Scholar gemacht? Bitte hinterlasse uns einen Kommentar, wenn dir dieser Artikel weitergeholfen hat oder du noch eine Frage hast. Wir helfen dir bei jeglichen Fragen zu Google Scholar oder zur Literaturrecherche sehr gerne weiter!

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