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LG G2 – Ausdauerndes Flaggschiff mit Spitzen-Performance

Das LG G2 bietet nahezu alles, was ein Fan modernster Hardware begehrt, und ist doch eins der erschwinglichsten unter den Oberklasse-Smartphones. Ich spreche aus Erfahrung: Da mich die gelungene Verbindung von Größe und zugleich Handlichkeit, von Top-Performance und Akkuleistung schon im Januar überzeugt haben, haben mein Bruder und ich uns beide dieses Smartphone zugelegt. Stärken und Schwächen sind mir also wohlbekannt.

Das LG G2 gibt es in Deutschland als schwarze und weiße Variante, im Ausland auch in Rot und Gold.

Das LG G2 gibt es in Deutschland als schwarze und weiße Variante, im Ausland auch in Rot und Gold.

Stärken

Das LG G2 besitzt zwar ein riesiges 5,2-Zoll-Display, ist aber kaum größer als ein HTC One oder ein Samsung Galaxy S4. Das liegt daran, dass das Display die Vorderseite des Geräts fast perfekt ausfüllt, die Ränder drumherum sind sehr klein. Dank der abgerundeten Ecken liegt es sehr gut in der Hand. LG verbaut die Lautstärketasten und den Power-Knopf vorne, direkt unter der Kamera. Das soll die Bedienbarkeit und – Achtung, gaaanz wichtig – Selfies (!) erleichtern. Diese neue Positionierung ist zwar nach einiger Umgewöhnung recht angenehm, ob sie aber wirklich den großen Mehrwert bietet, sei dahingestellt. Sehr praktisch dagegen das “KnockOn”-Feature: Wenn ihr doppelt auf das Display tippt, könnt ihr das Handy aus dem Ruhezustand aufwecken bzw. ihn hineinversetzen – das spart den Druck auf den Anschaltknopf und macht großen Spaß.

Die Performance des Gerts ist dank Snapdragon 800-Quadcore-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher über allein Zweifel erhaben, mit dem Update auf Android 4.4 ist es noch schneller geworden. Ich hatte schon etliche Smartphones in Benutzung, aber keines lief bisher so flüssig wie das G2 – es gibt im Alltag schlicht keine Ruckler oder Hänger! Gleichzeitig ist der Akku sehr üppig bemessen, sodass man bei genügsamer Nutzung locker zwei Tage Akkulaufzeit erreichen kann.

Power-Button und die Lautstärkeregler verbaut LG auf Vorderseite - direkt unter der Kameralinse.

Power-Button und die Lautstärkeregler verbaut LG auf Vorderseite – direkt unter der Kameralinse.

Das Display löst mit 1920 x 1080 Pixeln in Full-HD sehr scharf auf, bietet einen hohen Kontrast, satte Farben und ist ausreichend hell, um es auch draußen bei Sonnenschein ablesen zu können. Die Ausstattung ist anderen Top-Smartphones ebenbürtig: LTE für schnelles mobiles Internet ist an Bord, und über den verbauten Infrarot-Sender lässt sich das LG G2 als TV-Fernbedienung nutzen – das ist praktisch, wenn ihr neben dem Zappen in Whatsapp und anderen Apps aktiv seid und zu faul seid, euer Handy aus der Hand zu legen.

Große Freude bereitet mir die 13-Megapixel-Kamera. Bereits mit meinem alten Samsung Galaxy S3 konnte ich bei Tageslicht ansehnliche Bilder knipsen, aber seit dem G2 nutze ich meine eigentlich gute Kompaktkamera kaum noch. Denn die Bilder geraten detailliert, farbecht und in stimmiger Belichtung. Wer ein bisschen mit der Kamera herumspielt, kann den Charakter der Aufnahmen zudem sehr gezielt beeinflussen. Bei Bildern und Videos profitiert das Smartphone auch von seinem optischen Bildstabilisator, der einerseits Wackler reduziert, andererseits bessere Fotos bei Nacht ermöglicht. Stichwort Nachtfotos: Je nach Einstellung erkennt man auf Nachtfotos meist sogar deutlich mehr, als das menschliche Auge sieht – das ist einerseits cool, wirkt aber manchmal schon etwas unnatürlich und etwas zu sehr weichgezeichnet.

Schwächen

Der Rahmen rung um das Display ist sehr schmal, zudem ist das Gerät flach - es kaschiert seine Größe daher ordentlich.

Der Rahmen rung um das Display ist sehr schmal, zudem ist das Gerät flach – es kaschiert seine Größe daher ordentlich.

Leider benötigt die Kamera trotzdem einige Einarbeitungszeit und Geduld, denn sie hat einen Makel: Sie löst viel zu langsam aus. Daher entstehen bei schnellem Abdrücken bzw. “Nicht-Stillhalten” doch öfters unscharfe Fotos – oder es wird schon nicht mehr das abgebildet, was man zeigen wollte. Mit etwas Übung wird man aber, wie schon gesagt, durch für Smartphone-Verhältnisse exzellente Bildqualität entlohnt.

Der Akku lässt sich nicht wechseln – wohl ein Tribut an die kompakte Bauweise. Da sich ärgerlicherweise auch kein microSD-Einschub findet, muss jeder für sich überlegen: Reicht mir die 16-GB-Version für 342 Euro? Oder greife ich besser zur 32-GB-Version, die ab 419 Euro erhältlich ist? Da ich gern viele Bilder knipse, das Handy sehr ausgiebig nutze und auch eine umfassende Musiksammlung unterbringen möchte, habe ich zur 32 GB-Version gegriffen – unter Umständen reichen aber auch die 16 GB.

Die Kunststoffrückseite glänzt und wirkt ehrlich gesagt nicht sonderlich hochwertig. Ich habe eine griffige Hülle drumherum, daher keine Probleme damit, aber HTC One, Xperia Z2 & Co. wirken hier edler.

Fazit

Auch im achten Monat, den ich das LG G2 nun nutze, bin ich vollauf zufrieden: Es schafft den schwierigen Spagat zwischen Top-Leistung, starker Kamera und großem Display einerseits und (relativer) Handlichkeit, Ausdauer und Alltagstauglichkeit andererseits. Mit Extras wie dem Infrarot-Modul stellt es eine Art technisches Multitool dar, dass fast allen Situationen gewachsen ist. Die fehlende Erweiterbarkeit kann man angesichts von 16 bzw. 32 GB internem Speicher meiner Meinung nach verschmerzen. Attraktiv ist der Preis: Das LG G2 kostet 299 Euro bzw. in der 32-GB-Version 322 Euro und ist der derzeitigen Smartphone-Elite um Galaxy S5, HTC One M8 und Sony Xperia Z2 ebenbürtig – die kosten allesamt weit über 400 Euro.
ANMERKUNG: Mittlerweile gibt es das LG G3- das hat aber noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, die -Stand jetzt- das G2 immer noch zum empfehlenswerteren Gerät machen!

Ausführliche Testberichte

Chip Online – Kompakter, präziser Testbericht

Areamobile – Mittellanger, informativer Testbericht

Inside-Handy – Mittellanger, praxisnaher Testbericht

 

Bildquellen: LG

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