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Mit dem Handy WLAN Hotspots sicher nutzen

Moderne Handys haben meistens bereits eine mobile Datenflatrate mit an Bord, mit der man mobil ins Internet gehen kann. Das Problem dabei: in Deutschland sind alle Allnet Flat und Handytarife in diesem Bereich gedrosselt – ab einem bestimmten Volumenverbrauch wird der Speed der Verbindung so weit abgesenkt, dass normales Surfen kaum noch möglich ist. Daher ist grenzenloses Surfen mit der Handy Flatrates meistens nicht möglich – selbst bei teuren Handytarifen mit großen Datenflatrates wird irgendwann gedrosselt.

Öffentliches WLAN

Quelle: Pexels.com

Ein Ausweg hier sind kostenlose Hotspots, bei denen man sich über WLAN einwählen kann und danach nutzt man den Hotspot als Internet-Zugang. Das Datenvolumen, das man über den Hotspot nutzt, wird dabei nicht auf die Datenflatrate angerechnet. Auf diese Weise kann man Volumen sparen und trotzdem mobil im Internet surfen.

Allerdings teilt man sich dieses Netzwerk mit anderen (oft unbekannten) Nutzern und es ist oft auch nicht bekannt, welche Sicherheitseinstellungen ein Hotspot nutzt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft WLAN Hotspot daher grundsätzlich als unsichere Netzwerke ein und die Sicherheitsexperten der Behörde empfehlen daher, diese Netzwerke auch nur unter dieser Voraussetzung zu nutzen. Man sollte sich daher bei der Nutzung von Hotspots an einige elementare Regel halten, um sicher zu stellen, dass alle sensiblen Daten geschützt bleiben und nicht von Dritten ausgelesen werden können.

Wichtige Sicherheitsregeln für das Surfen per Hotspot

 

  • Verschlüsselte Verbindungen nutzen: Daten, die man über Hotspots sendet können theoretisch von allen anderen Nutzern dieses Spots mitgelesen werden. Daher sollte man Daten nur per verschlüsselter Verbindung senden. Im Browser erkennt man Seiten, die Verschlüsselung anbieten, an dem https-Präfix. Dann werden die Nutzerdaten zu dieser Webseite nicht im Klartext, sondern verschlüsselt geschickt.
  • Auch Emails sollten in Hotspots nur verschlüsselt verschickt werden. Man sollte daher sicher stellen, dass der Client sichere Internetprotokolle (Secure POP, IMAPS, SMTP mit SSL/TLS) nutzt um die Email zu empfangen und zu verschicken. In der Regel kann dies in den Einstellungen des jeweiligen Email-Programmes eingestellt werden – der eigenen Emailanbieter muss dies aber natürlich unterstützen.
  • Nicht jeden öffentlichen Hotspot nutzen: Man kann mittlerweile mit dem Handy oder PC sehr schnell einen Hotspot erstellen und das wird teilweise ausgenutzt um Lockangebote online zu bringen. Diese Hotspots sind dann nur darauf ausgelegt, Daten abzugreifen und bieten keinen wirklichen Internet-Zugang.
  • Prinzipiell sollte man sich beim Surfen in öffentlichen WLAN Hotspots und in öffentlichen Netzen allgemein auf die wichtigsten Seiten beschränken und soweit es geht auf sensible Informationen und Zugangsdaten verzichten. Alle Daten, die gar nicht erst gesendet werden, können auch nicht abgefangen werden. Es ist daher besser, mit Online-Banking und anderen Diensten zu warten, bis man wieder in einem privaten und abgesicherten Netz surft.
  • Updates über Hotspot zu ziehen schont das Datenvolumen, aber auch hier sollte man auf verschlüsselte Verbindungen Wert legen, sonst kann es sein, dass statt der angeforderten Aktualisierung Malware geliefert wird. Im besten Fallen verzichtet man ganz darauf sensible Programme mit Updates über öffentliche WLAN zu versorgen.
  • VPN System nutzen: VPN Server bieten die Möglichkeit, zwischen das eigene Gerät und die Zielseite noch eine Zwischenseite zu schalten. Das hat den Vorteil, dass die Kommunikation mit dieser Seite verschlüsselt erfolgen kann und man im Netzwerk auch nicht sieht, welche Seite aufgerufen wurde. Für öffentliche Netzwerke und Hotspots sind VPN Systeme daher sehr zu empfehlen.

Diese Regel sollte man im Übrigen nicht nur beim Surfen per Hotspot nutzen, sondern auch bei der Anwahl ins Netzwerk. Auch hier sollte die Verbindung bereits verschlüsselt sein um sicher zu stellen, dass die Zugangsdaten (falls notwendig) zu einem Hotspot nicht mitgelesen werden können. Darüber hinaus empfehlen die Sicherheitsexperten des BSI auch, die Handys und Smartphones komplett aus dem WLAN zu nehmen, wenn man dieses nicht benötigt. Konkret schreibt das BSI:

Wenn man sich im Bereich eines Hotspots befindet, diesen aber nicht benutzen möchte, so sollte die WLAN-Schnittstelle am WLAN-Client abgeschaltet sein, um ein zufälliges Einbuchen zu vermeiden.

Insgesamt gesehen kann man also auch in einem öffentlichen WLAN Hotspot durchaus sicher surfen – wenn man einen vertrauenswürdigen Anbieter nutzt und einige Regeln beachtet.

Sicher surfen in öffentlichen Netzen im Video

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