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Samsung Galaxy Note 3 – Wenn eben doch die Größe zählt

Vorweg: Alle, die ein handliches, unauffälliges Smartphone suchen, das sich aufs Nötigste beschränkt: AUFHÖREN zu lesen! Denn das Samsung Galaxy Note 3 bewegt sich in jeder Hinsicht jenseits der Norm: Bei der Größe natürlich, aber auch bei der verbauten Hardware und aufgrund des Eingabestifts. Wer also auch mal Filme auf seinem Smartphone schauen will, endlose Terminlisten verwalten will und meint, auch einen Stift für Skizzen oder handschriftliche Notizen gebrauchen zu können, der ist hier richtig. Alle anderen werden auch mit kleineren Smartphones aus gleichen oder niedrigeren Preisregionen glücklich – die passen dann auch in jede Hosentasche!

Das Samsung Galaxy Note 3 ist in Weiß, Weiß-Gold, Schwarz und Rosa erhältlich.

Das Samsung Galaxy Note 3 ist in Weiß, Weiß-Gold, Schwarz und Rosa erhältlich.

Stärken

Die Größe des Geräts bringt zunächst einmal einige Vorteile mit sich: Der Bildinhalt kommt auf dem dank AMOLED-Technik farbstarken, kontrastreichen Display imposant zur Geltung – Spiele oder auch mal eine Folge “How I Met Your Mother” in der U-Bahn machen so großen Spaß. Aufgrund der Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten wirkt auf dem 5,7-Zoll-Screen alles schön scharf.
Die großzügige Bildfläche zeigt viele Apps und Informationen gleichzeitig an und lässt sogar den komfortablen “Zweifensterbetrieb” von zwei Apps nebeneinander zum produktiven Arbeiten zu. So beispielsweise zum Übertragen von Terminen oder zum Erstellen von Notizen.

Mit dem im Gehäuse versenkbaren “S-Pen”, dem Eingabestift, könnt ihr weit mehr als nur ein wenig herumkritzeln. Individualisierbare Screenshots, Vorschaufenster, handschriftliche Notizen (die auf Wunsch dann in digitale Schrift umgewandelt werden) und weitere Spezialfunktionen können echten Mehrwert bieten, wenn ihr denn so etwas benötigt. Doch Vorsicht: Zum Mitkritzeln auf Skripten auf dem Note ist der Bildschirm dann meiner Ansicht nach doch ein wenig klein geraten – da solltet ihr euch eher bei den Tablets umsehen!

Da das Note 3 zu Samsungs Spitzenmodellen zählt, haben sich die Koreaner nicht lumpen lassen und einen Snapdragon 800-Quadcore-Prozessor samt 3 GB Arbeitsspeicher verbaut – derzeitiger Rekord bei einem Smartphone. Daher läuft Android sehr flüssig, Apps starten schnell und im Test konnte ich keine Hänger feststellen. LTE ist ebenso an Bord wie NFC, der neueste WLAN-Standard ac, ein Infrarot-Sender zum Nutzen als Fernbedienung und ein USB 3.0- statt USB 2.0-Eingang.

Mit 5,7 Zoll befindet sich das Note 3 bereits an der Grenze von Smartphones zu Tablets - daher auch die Modewörter "Smartlet" oder "Phablet" für diese Geräteklasse.

Mit 5,7 Zoll befindet sich das Note 3 bereits an der Grenze von Smartphones zu Tablets – daher auch die Modewörter “Smartlet” oder “Phablet” für diese Geräteklasse.

Der Akku hält sehr lange durch, bei genügsamer Nutzung kommt ihr auf 2 Tage, bei starker Belastung solltet ihr immerhin auf einen Arbeitstag kommen. Top: Er lässt sich problemlos wechseln, zudem lassen sich die ohnehin üppigen 32 GB interner Speicher mit einer microSD-Speicherkarte erweitern. Als Extra gibt Samsung wie bei allen Galaxy-Modellen 50 GB Dropbox-Speicher für 2 Jahre dazu, Speicherplatz ist also mehr als genug vorhanden. Die Verarbeitung ist sehr sauber gelungen. Die neu eingeführte “Kunstlederoptik” kommt zwar nicht an Aluminium oder echtes Leder heran, ist aber eine deutliche Verbesserung zum glänzenden Kunststoff der Vorgängermodelle.

Die 13-Megapixel knipst bei guten Lichtverhältnissen exzellente Bilder. Bei mäßigem Licht schleicht sich Bildrauschen ein, mit dem HDR-Modus lässt sich aber nochmal einiges aus der Kamera herausholen. Nur sind die Bilder bei Dunkelheit allesamt zu stark weichgezeichnet – insgesamt trotzdem eine sehr gute Kamera für ein Smartphone!

Schwächen

Klar, die Größe – aber es fällt mir schwer, die wirklich als Schwäche zu benennen. Dass ein iPhone 4S fast zweimal ins Note 3 reinpasst, muss man sich eben vor und nicht nach dem Kauf bewusst machen. Mit einer Hand ist das Smartphone nicht mehr bedienbar. Immerhin nutzt Samsung die Vorderseits recht gut aus, der Rahmen um das Display ist schmal und so ist das Note 3 zumindest nicht größer als das Note 2 geworden. Dennoch: Falls ihr interessiert seid, nehmt es unbedingt vorher im Mediamarkt/Saturn/… in die Hand! Beim Abwägen zwischen LG G2 (über das ihr im verlinkten Artikel mehr lesen könnt) und dem Note 3 habe ich mich letztendlich für das LG entschieden, das ist zumindest noch halbwegs hosentaschentauglich!

Weiter kritisieren Tests die Samsung-typisch blechernen Lautsprecher und eben die Kamera bei Schwachlicht- beides aus meiner Sicht verschmerzbar. Ich werde ohnehin nie zu den coolen Ghetto-Kids gehören, die die ganze U-Bahn mit ihrer Gangster-Mucke beschallen müssen.

Für die Mutigen: Die Rosa Variante, auch hier ist das Kunstleder auf der Rückseite gut zu erkennen.

Für die Mutigen: Die Rosa Variante, auch hier ist das Kunstleder auf der Rückseite gut zu erkennen.

Fazit

Das Samsung Galaxy Note bietet für derzeit erschwingliche 459 Euro eine Menge – Top-Ausstattung, ein fantastisches Display mit riesiger Bildfläche und dazu sehr gute Performance und Akkulaufzeit. Der S-Pen mit seinen Einsatzmöglichkeiten dank speziell angepassten Programmen ist ein Alleinstellungsmerkmal, kein anderer Hersteller bietet. Wer gerne viel surft oder Medieninhalte betrachtet oder einfach nur viel organisieren und vermerken will, kann bedenkenlos zuschlagen, wenn ihn die Größe nicht stört. Wer keinen S-Pen braucht und eher auf Hosentaschentauglichkeit und Bedienbarkeit mit nur einer Hand Wert legt, sollte sich bei Smartphones unter 5 Zoll umsehen.

Ausführliche Testberichte

Chip Online – Kompakter Testbericht

Areamobile – Ausführlicher Testbericht

Connect – Mittellanger Testbericht

 

Bildquellen: Samsung

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